Joghurt und Bulgarien

Eins muss gleich am Anfang klargestellt werden: Joghurt kommt aus Bulgarien, jeder Bulgare ist sehr stolz darauf und man darf auf keinem Fall in Versuchung kommen, dies zu bezweifeln (es reicht ja schon, dass man diese weltbekannte Wahrheit nicht weiß!). Schon bei dem Wort Joghurt fängt der Bulgare stolz über das Lactobacillus Bulgaricus zu sprechen, das zur Herstellung von Joghurt verwendet wird.

 

Tatsächlich essen und trinken die Bulgaren viel und gern Joghurt. Als kalte Suppe im Sommer - mit Gurke, Walnüssen, Knoblach, Dill und verdünnt mit Wasser oder als Beilage zum gefüllten Weinblätter-/Kohlrouladen oder als Getränk - dann heißt es Airjan und wird mit Wasser verdünnt (Airjan ist auch als Wundermittel gegen Kater bekannt).

 

Vielerorts wird Joghurt selbst hergestellt - rohe Milch wird gekocht und wird zum Abkühlen mit Decke gedeckt. Danach wird die Milch mit paar Löffeln Joghurt vermischt. Bei dieser Ritualle macht man in bestimmten Gegenden Bulgarien einen besonderen Geräusch mit dem Mund, ein zzwwhhh, damit der Joghurt gut wird. Nochmal unter der Decke einige Stunden verstecken und dann in den Kühlschrank stellen - der Joghurt ist fertig!

 

Übrigens - in Bulgarien wird der Joghurt "kiselo mljako" genannt - "sauere Milch". Für den verdorbenen Joghurt (wenn es zu sauer wird) haben die Bulgaren eine anderes Wort - dann heißt es "vkisnato kiselo mljoko".

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